Ökonomie der Menschlichkeit

Für eine Wirtschaft, die dem Leben dient …

Im Rahmen der Initiative „Ökonomie der Menschlichkeit“ engagieren wir uns als
Wegbereiter für eine Wirtschaft, die dem Leben dient.

Wir übernehmen Verantwortung – für Menschlichkeit in der Wirtschaft, für eine
lebendige Natur und eine lebenswerte Zukunft.

Nachhaltige Lösungen und
gesunde Kreisläufe

Nutzung von regionaler Sonnenenergie und Berücksichtigung von Synergieeffekten.

Merken Merken

Soziale und ökologische Verantwortung

Dr. Maria-Christina Brunauer, Branchensprecherin „Energietransformation“.

Merken Merken

Synergiebildung und
Kommunaler Mehrwert

Förderung von Energiegemeinschaften und regionalen Wertschöpfungsketten.

Merken Merken

Wegbereiter für Energietransformation

Als Wegbereiter für Energietransformation setzen wir uns für einen Wandel im Sinne der Menschlichkeit ein – durch gemeinsames kooperatives Wirken und eine konkrete Gestaltung nach dem Vorbild der Natur.

Denn:

Transformation bedeutet mehr als „das Selbe in Grün“ – sie steht für einen grundlegenden Wandel unserer Wirtschafts- und Lebensweise, und diesen wollen wir im Sinne einer lebenswerten Zukunft, in Achtung gegenüber unseren Mitmenschen und der uns umgebenden Natur, mitgestalten.

(c) Ökonomie der Menschlichkeit

Mit Georg Dygruber im Gespräch

 

Georg Dygruber, Initiator Ökonomie der Menschlichkeit

 

FH Salzburg, Im Bild Prof. Georg Brunauer. Foto: Franz Neumayr

Prof. Georg Brunauer, Gründer NOVAPECC GmbH

Interview mit Prof. Georg Brunauer, Branchensprecher Energie:

Georg Dygruber (GD): Ihr leitet und lenkt in der Ökonomie der Menschlichkeit den Bereich Energie, wo liegen die Chancen einer Energiegemeinschaft und was braucht es dazu?

Prof. Brunauer (GB): Die Chancen von Energiegemeinschaften liegen in der Etablierung von Energieautonomie – es bedeutet Eigenversorgung und Eigenverantwortung.

GD: Was ist eure Motivation, als unser Branchensprecher in dem so wichtigen Bereich Energie zu wirken?

GB: Wir möchten als Ansprechpartner verfügbar sein, um regional sinnvolle Lösungen zu entwickeln. Dies ist bei den großen „Playern“ im Energie- und Wasserstoffsektor so nicht möglich.

GD: Energie ist etwas, das aus der Steckdose kommt und immer verfügbar ist. Was steht dahinter?

GB: Ein über Jahrzehnte gewachsenes Energiesystem, das auf europäischer und internationaler Ebene die Energieflüsse regelt. Die Umstellung von so einem „Großsystem“ auf viele autonome Subsysteme ist das, was im Zuge der Energietransformation notwendig ist.

GD: Wie ist es möglich, dass wir der Energiekostenexplosion so ausgeliefert sind?

GB: Der reale Markt ist, wo Verbindungen zum Börsenmarkt bestehen – wie eben bei der Energie – an die dortigen Bewegungen gekoppelt. Kommt es zu drastischen Änderungen bei Börsenkursen wie z.B. dem SPOT-Preis für Energie, schlägt die Wirkung sofort auf die Realpreise durch.

GD: Euer Forschungsfokus liegt im Bereich der Energiespeicherung mittels Wasserstoff, eine Chance oder schon Realität, noch unabhängiger zu werden?

GB: Die Speicherung von Energie – z.B. in Form von Wasserstoff – ist ein zentrales Element in der Etablierung regional autonomer Energiestrukturen. Damit können Stromschwankungen ausgeglichen werden, um eine stabile wetterunabhängige Energieversorgung zu gewährleisten. Technische Lösungen dafür sind bereits möglich. Die Leistbarkeit kann durch die Bildung von Synergien und regionalen Zusammenschlüssen ermöglicht werden.

GD: Was braucht es, dass sich für den Einzelnen wirtschaftlich rechnet?

GB: Regionale, wasserstoffbasierte Energiesysteme rechnen sich erst ab einer gewissen Größe. D.h. im Fokus liegen keine Einzellösungen, sondern kommunale/regionale Lösungen.

GD: Es wird viel gesprochen. Was braucht es konkret, um in die Handlung zu kommen?

GB: Technische Lösungen gibt es schon, es fehlen jedoch vielfach noch die Rahmenbedingungen, um sie rasch umsetzen zu können. Stichworte sind z.B. mangelnder Reifegrad von einzelnen Komponenten, langsame behördliche Genehmigungsverfahren, oder mangelnde Flexibilität bei der Änderung von öffentlichen Raumordnungskonzepten.

GD: Wie steht das in Verbindung mit österreichischer Wertschöpfung?

GB: Wertschöpfung entsteht da, wo Mehrwert generiert wird. Solange Gemeinden und Private am Ende der Wertschöpfungskette stehen, also z.B. bloße Energiekonsumenten sind, kann nicht selbst mitgestaltet werden. Da, wo wir beginnen, wieder selbst Verantwortung und Eigenproduktion zu übernehmen, können wir auch wieder selbst Wert schöpfen.

GD: Es wird viel von „grüner Energie“ gesprochen, was ist damit gemeint?

Die Farbe grün steht symbolisch für „gut für die Umwelt, und damit gut für den Menschen“. Grüne Energie ist solche, die auf Rohstoff-Kreisläufe, erneuerbare Energiewirtschaft und nachhaltige Energiebereitstellung setzt. Entsprechend sind nur jene Wirtschaftstätigkeiten „grün“, die einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Umweltziele leisten.

GD: Auch Atomenergie?

GB: Wegen des relativ geringen Ausstoßes von CO2 wird die Kernenergie in der internationalen Klimadiskussion in zunehmender Weise als „sauber“, oder „nicht schädlich“ dargestellt. Hier stehen wir mit vielen Forschern und Forscherinnen klar dagegen. Kernenergie kann nicht „grün“ sein!

GD: Weshalb sollten sich eure Kunden und befreundeten Unternehmen der Ökonomie der Menschlichkeit anschließen?

GB: Um gemeinsam mehr Wirkungskraft zu entfalten, die zu einer langfristigen positiven Veränderung in unserer Gesellschaft führt!

GD: Wir danken euch sehr, dass ihr als Branchensprecher wirkt und Räume für mehr Menschlichkeit eröffnet! 

Copyrights ©2016: Novapecc Webdesign: Michael Fenböck